Das findet man auch nicht alle Tage: Bei Erdarbeiten für die Neue Mitte Dreieich-Sprendlingen sind Bauarbeiter am Mittwoch auf eine 17,6 Mal sechs Meter große Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg gestoßen. „Dieser Fund war für uns keine Überraschung. Wir haben damit gerechnet“, berichtet Mohamed Younis, Geschäftsführer der Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt, der eng mit dem Verein Freunde Sprendlingens – Verein für Heimatkunde e. V. zusammenarbeitet. Zu größeren Verzögerungen wird es bei der weiteren Projektrealisierung nicht kommen, das eventuelle Freilegen eines Bunkers war bei den Aushubarbeiten für die zukünftige Tiefgarage mit eingeplant.   

Der Fundort des Bunkers liegt nahe an der Frankfurter Straße, die auch vor über 100 Jahren die Hauptstraße durch Sprendlingen war, und wo jetzt die Tiefgarage für die Neue Mitte entstehen soll. Peter Willwacher, der zuständige Bauleiter von Schoofs, erklärt: „Es ist uns bislang nicht gelungen, festzustellen, wo sich der Eingang des Bunkers befindet.“ Wilhelm Ott, Vereinsvorsitzender der Freunde Sprendlingens, geht davon aus, dass sich auf dem Areal weitere Bunker befinden könnten. „Was mit den historischen Anlagen passiert, wissen wir noch nicht. Das hängt von der baulichen Substanz ab“, erklärt Bauleiter Willwacher.

 In der Neuen Mitte in Dreieich-Sprendlingen entstehen 54 Mietwohnungen und Handelsflächen, darunter Büro- und Arztpraxen, ein Lebensmittel-Bioladen als Ankermieter und Nahversorger, Rossmann, eine Sparkassen-Filiale sowie Gastronomieflächen. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.