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Dipl.-Ing. Mohamed Younis von Schoofs Immobilien aus Neu-Isenburg schildert die Entwicklung aus seiner Sicht:

"Im Sommer 2011 sprach uns ein Grundstückseigentümer aus Sprendlingen an, weil er seine Bürogebäude nicht mehr belegen konnte. Der bisherige Mieter hatte neue Räume im Gewerbegebiet Dreieich angemietet. Seine Vorteile waren offensichtlich: Bessere Erreichbarkeit, ausreichende Parkplätze, modernere Büroräume, neue Technik, zusammenhängende Büros statt auf verschiedene Bürogebäude verteilt, entsprechender Empfangsbereich usw.

Der Mieter, der seine Büroräume über 10 Jahre an der Sprendlinger Hauptstraße hatte, hat dem Stadtkern den Rücken gekehrt. Eine nachvollziehbare Entwicklung und eine Entscheidung, die zu respektieren ist.

Eine Nachvermietung war über mehrere Monate aus genau den oben genannten Gründen nicht erfolgreich. Diese Entwicklung erleben wir in vielen Innenstädten. Fehlende Parkplätze, erschwerte Erreichbarkeit, das Vorhandensein neuer, modernerer Büroräumen, das Ambiente und die Möglichkeit, sich gegenüber teilweise internationalen Gästen zu zeigen, all das ist leider sehr oft in den Innenstädten heute nicht möglich.

Aber ist das Gewerbegebiet die Lösung? Soll nicht nur der Handel sondern auch die Ansiedlung von Büroräumen demnächst nur noch auf der „Grünen Wiese" stattfinden? Der Eigentümer des Grundstückes und die Stadt Dreieich waren der Meinung und der festen Überzeugung, dass es so nicht sein darf und dass man hier etwas ändern müsse.

Dies waren die Beweggründe dafür, nicht nur das Grundstück dieses Eigentümers zu betrachten, sondern eine komplette Entwicklung für die Grundstücke, die an der Hauptstraße in Sprendlingen in diesem Bereich gegenüber dem alten Rathaus liegen, ins Auge zu fassen. Die gesamte Fläche beträgt ca. 7.000 m². Sie grenzt im Osten an die Hauptstraße und nach Norden an die Fünfhäusergasse. Im Westen ist sie von der Bachstraße durch einige Wohnhäuser getrennt, und im Süden trennen ebenfalls Wohnhäuser dieses Areal von der Bangertsgasse.

Seit dem Sommer 2011 befassen wir uns also intensiv mit der Entwicklung dieser Fläche, auf der früher einmal die bekannte Wurstfabrik Müller angesiedelt war. Derzeit befinden sich Wohnhäuser und Geschäfte, teilweise auch Gastronomie an diesem Abschnitt der Hauptstraße.
Das Interesse an diesem Projekt unter unseren Wettbewerbern war sehr hoch. Wir haben von Berufskollegen erfahren, dass sich Projektentwickler aus ganz Deutschland für das Projekt interessiert haben. Auch der Wettbewerb unter den Betreibern für die angedachte Handelsfläche ist groß.

Die Stadt Dreieich hat dann einen Ideen-Wettbewerb angestoßen und gleichzeitig selbst ein Planungsbüro mit der Ausarbeitung einer Projektidee beauftragt. Alle Wettbewerber waren aufgefordert, ihre eigenen Ideen und Überlegungen, auszuarbeiten und diese dem Magistrat der Stadt Dreieich vorzustellen.

Auch wir von der Firma Schoofs hatten natürlich mehrere Ansätze und Ideen ausgearbeitet und transportiert. Im Frühjahr 2012 konnten wir dann einen entscheidenden Partner in diesem Denk- und Planungsprozess gewinnen – Herrn Architekt Prof. Markus Rathke aus Wuppertal. Prof. Rathke erkannte in ausführlichen Gesprächen mit der Stadt, potenziellen zukünftigen Betreibern und durch Besichtigungen vor Ort, welche Identität dieses Projekt haben muss, um erfolgreich zu sein. So entstanden die ersten Gedanken, Konzepte.

Mit diesen Konzepten sind wir wieder ins Rennen gegangen und wurden im Juni 2012 von der Stadt Dreieich gebeten, das Innenstadtprojekt weiter zu verfolgen.

Diese Entscheidung hat uns sehr geehrt und gefreut. Wir setzten unsere Arbeit, unsere Überlegungen und die entsprechende notwendige Sicherung der Grundstücke fort.

Der weiteren Planung und Ausarbeitung und natürlich der Realisierung dieser städtebaulichen Herausforderung sehen wir mit Spannung entgegen."