warum5HQ 10.12.13 VP Südwesten

Des einen Leid, der andren Glück – ein großes Unternehmen verlagert seinen Standort

Im früheren Bereich der Metzgerei und Wurstfabrik Müller (bekannt für ihre Frankfurter Würstchen) an der Sprendlinger Hauptstraße und entlang der Fünfhäusergasse hatte bis 2011 über 10 Jahre lang die renommierte Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft Schüllermann ihren Sitz in Dreieich. Nachdem dieses Unternehmen sich aber aus den verschiedensten Gründen – weiteres Wachstum, Parkplatzmangel etc. – entschieden hatte, in ein größeres, moderneres und repräsentativeres Bürogebäude in einem Gewerbegebiet in Sprendlingen umzuziehen, konnte der bisherige Vermieter die als Bürogebäude genutzten Gewerbebauten nicht mehr weiter vermieten. Das Alter der Gebäude und die „schwierige" Lage spielten hier sicher eine wichtige Rolle. Auf der Suche nach einer Lösung wandte er sich sowohl an die Stadt Dreieich als auch an die in Neu-Isenburg ansässige Firma Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt, einen Investor und Projektentwickler.
Damit kam der Stein ins Rollen ...

Wie alles begann: Ideenwettbewerb für eine „Neue Mitte"

Nach dem Bekanntwerden der Unvermietbarkeit einer großflächigen Immobilie im Zentrum der Stadt im Jahr 2011 und der Willensbekundung des Eigentümers, diese eventuell verkaufen zu wollen, erkannte die Stadtverwaltung Dreieich eine einmalige Chance – und bereitete den Weg für ein zukunftsweisendes Projekt. Durch die eventuelle Zusammenlegung mit benachbarten Grundstücken könnte ein Areal geschaffen werden, das für eine städtebauliche Verdichtung nach dem Zentrenkonzept des Gutachtens aus dem Jahr 2008 ideal geeignet wäre. Von einem Architekturbüro ließ die Stadt drei verschiedene Konzepte für eine mögliche Bebauung dieser Potenzial- bzw. Entwicklungsfläche erstellen.

Für Interessierte: Download der drei ursprünglichen Konzeptvorschläge „Quartiersplatz", „Magnet" und „Wohnen".

Im Rahmen der 1. Bürgerinformationsveranstaltung 2011 und nach ausführlicher Diskussion in der Öffentlichkeit und in den Gremien der Stadt entschied man sich für die Variante „Einzelhandels-Magnet", von der man sich eine optimale Möglichkeit zur Erhöhung der Attraktivität und der Belebung der Innenstadt versprach – und verspricht. Nach ausführlichen Gesprächen und Verhandlungen mit mehreren Investoren und Projektentwicklern entschied sich die Stadt für eine Zusammenarbeit mit der Firma Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt, die ja auch schon früh von dem Eigentümer des größten der betroffenen Grundstücke ins Gespräch gebracht worden war. Doch die notwendigen Entscheidungen der weiteren für das Projekt in Frage kommenden Eigentümer benötigten ihre Zeit ...